Gesundheit ist mehr als nur das Fehlen von Krankheit – sie umfasst das komplexe Zusammenspiel von vielen verschiedenen Faktoren. Besonders bei chronischer Erschöpfung ist es entscheidend, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern die tieferliegenden Ursachen zu erkennen. Ein umfassendes Verständnis von Gesundheit hilft, Ungleichgewichte zu entdecken, die auf den ersten Blick unsichtbar sind. So können wir gezielt und nachhaltig Veränderungen anstreben, die nicht nur kurzfristig lindern, sondern langfristig Energie und Wohlbefinden steigern.
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Es gibt nur eine Gesundheit – aber unzählige Arten von Krankheit.
Interessanterweise spiegelt sich dies auch in unserer Sprache wider: Während „Gesundheit“ keinen Plural hat, gibt es viele „Krankheiten“. Dieser sprachliche Unterschied lädt uns ein, über die Grundbegriffe von Gesundheit und Krankheit nachzudenken. Wo wir nach Gesundheit suchen, begegnen wir oft auch dem Gegenteil.
Je nachdem, ob ein Arzt oder Therapeut Gesundheit und Krankheit als festgelegte Zustände oder als fließendes Kontinuum versteht, variiert der Ansatz. In der Schulmedizin gilt ein Mensch meist entweder als gesund oder als krank. In der Alternativmedizin hingegen wird nach funktionellen Störungen gesucht – also nach den Dingen, die unseren Körper daran hindern, im Gleichgewicht zu sein und sich optimal anzupassen.
Ist eine der beiden Sichtweisen besser? Ich denke nicht. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung und Vorteile, abhängig davon, was ein Mensch gerade braucht.
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Wenn die WHO Gesundheit als einen „[…] Zustand vollständigen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen“ definiert, warum liegt dann der Fokus der meisten medizinischen Interventionen auf dem Beseitigen von Krankheit und Gebrechen und nicht etwa auf dem Optimieren des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens des jeweiligen Menschen?
Wenn die WHO die Grundlagen und Grundideen bezüglich der menschlichen Gesundheit definiert, warum kennen dann die meisten Menschen – hierzu zählen auch die meisten Ärzte – diese Definition nicht einmal? Warum liegt der Fokus in den meisten Ansätzen auf dem Beseitigen von Krankheiten und nicht auf dem Optimieren unserer Gesundheit?
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Gesunde Zellen führen zu gesundem Gewebe. Gesundes Gewebe führt zu gesunden Organen. Und gesunde Organsysteme bilden einen gesunden Organismus. Sind unsere Zellen jedoch krank oder funktionieren sie nicht optimal, so führt dies zu kranken oder nicht optimal funktionierenden Geweben, Organen und Organsystemen und letztlich zu einem kranken Organismus.
Diese Überlegungen führen uns zu der Frage… Was braucht die Zelle um gesund zu sein?
Falls Sie nicht beabsichtigen, einen Abschluss in Zellbiologie oder Physiologie zu erwerben, sondern einfach wissen möchten, was Sie für Ihre Gesundheit tun können, konzentrieren wir uns hier auf das Wesentliche. Tatsächlich benötigt eine Zelle nur drei Dinge, um gesund und funktionstüchtig zu bleiben. Sie braucht:
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Doch was passiert, wenn unsere Zellen unter chronischem Stress stehen? Chronischer Stress bringt unser vegetatives Nervensystem in ein Ungleichgewicht, das langfristig schädliche Folgen haben kann. Es ist dieses Ungleichgewicht, das das Risiko für viele chronische Krankheiten erhöht – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Diabetes bis hin zu Autoimmunerkrankungen.
Chronische Erkrankungen machen 70 % aller Todesfälle aus, und laut der Weltgesundheitsorganisation zählen chronische Krankheiten wie Rückenschmerzen und Depressionen zu den Hauptursachen für reduzierte Produktivität und hohe Gesundheitskosten.
Stress, Entzündungen und chronische Krankheiten sind also ein ernstzunehmendes globales Problem. Um dem entgegenzuwirken, sind langfristige, nachhaltige Lösungen erforderlich, die das Wohlbefinden stärken und die Lebensqualität verbessern.
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Unser Körper besteht aus verschiedenen Systemen – Verdauungs-, Hormon-, Nerven-, Muskel-, Kreislauf- und Ausscheidungssystem – die alle miteinander verbunden sind und harmonisch zusammenarbeiten müssen, um unsere Gesundheit zu gewährleisten. Wenn eines dieser Systeme aus dem Gleichgewicht gerät, kann es die Funktion der anderen beeinträchtigen und zu Erschöpfung, Müdigkeit und einem allgemeinen Unwohlsein führen.
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Da das vegetative Nervensystem alle Organsysteme durchdringt, gibt es keine Krankheit, die nicht das vegetative Nervensystem betrifft.
Das vegetative Nervensystem versucht mithilfe bestimmter Anpassungsreaktionen, das Gleichgewicht zwischen einzelnen Funktionssystemen nach einer Störung oder empfundenem Stress wiederherzustellen.
Jüngste Fortschritte in den Neurowissenschaften betonen die Bedeutung des Vagusnervs. Das Nervensystem reguliert viele Prozesse reflexartig in Echtzeit, was uns therapeutische und alltagsbezogene Zugangsmöglichkeiten bietet. Ein direkter Zugang zur Stimulation des Vagusnervs erfolgt über den sogenannten „aurikulären Ast des Vagusnervs“, der beispielsweise durch transdermale Vagusnervstimulation (tVNS) angeregt werden kann und bei uns in der Praxis täglich zum Einsatz kommt.
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Wir freuen uns darauf Sie auf Ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen.
Guido Weis